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Revolutionärer Regierungsrat verstaatlichte Betriebe, Banken Grundbesitze über 100 Joch enteignet Grundschulen wurden verstaatlicht Lösung der Nationalitätenfrage keine Unterschiede zwischen Rassen und Nationen die Kirchen verfolgt rumänische Truppen nach Ungarn schicken Entente -Mission nach Ungarn französisch-rumänisch-serbischer Angriff trat die Regierung am 1. August zurück. |
Die Ungarische
Räterepublik wurde am 21. März 1921 ausgerufen. Hier begonnen die Ruhmvollen
133 Tage. Die Regierung
der Räterepublik, der Revolutionäre Regierungsrat mit der Führung von Béla Kun verstaatlichte alle
Betriebe, die mehr als 20 Angestellte beschäftigten, Banken, die
Großindustrie und die Mietshäuser. Grundbesitze über 100 Joch wurden enteignet
und zu Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften organisiert. Auf
Sozialpolitischem Gebiet wurden starke Maßnahmen für die Verbesserung der
unduldbaren Wohnungsverhältnissen gebracht, die Krankenversicherung wurde
ausgebreitet und viele besondere Maßnahmen schützten die Interessen der
jungen Mütter, der Säuglinge und der Kinder. Die
Grundschulen wurden verstaatlicht, und es wurden weitgehende Reformpläne für
die Verbreitung der neuen Gedanken mit der Ausdehnung der allgemeinen
Bildung. Der Revolutionäre Regierungsrat ergriff im Geist des Internationalismus
Maßnahmen zur Lösung der Nationalitätenfrage. In der Verfassung der
Räterepublik stand: Die Räterepublik kennt keine Unterschiede zwischen
Rassen und Nationen. Es werden keine Unterdrückung der nationalen
Minderheiten, und keine Beschränkung in der Nutzung ihrer Sprachen geduldet.
Die Verfassung sicherte für die in nicht zusammenhängenden Gebieten lebende
Nationen kulturelle Autonomie, und für die in größeren zusammenhängenden
Gebieten die Überzahl bildenden Nationalitäten eine Gebietsautonomie. Es
wurde ermöglich, dass die dazu
fähigen Nationalitäten - , wenn sie es beanspruchen,
eigene Staate bilden. Während der
Herrschaft des Revolutionären Regierungsrates wurden die Kirchen verfolgt. Die Führer der Proletariatsdiktatur wollten die
Ungarische Räterepublik von Anfang an als freie Verbündete freier Nationen
erschaffen. Der offizielle Name lautete Föderative Ungarische Sozialistische
Räterepublik. Die Mitglieder
der Pariser Friedenskonferenz befürchteten, dass die Bevölkerung anderer Länder
sich von den ungarischen Arbeitern ein Beispiel nimmt. Die
Proletariatdiktatur störte die Interventionspläne gegen die Sowjet-Union.
Militante Kreise, vor allem die Franzosen, rieten von Anfang an zu sofortigen
Kriegszügen, und wollten sofort rumänische Truppen nach Ungarn schicken. Die
Engländer und die Amerikaner waren eher für die Verhandlungen. Sie hielten
die Auflösung der Räterepublik auf friedlichem Wege für möglich. Bei der Sitzung
des Rates der Vier siegte diese vorübergehend von den Italienern auch
unterstützte Ansicht. So startete eine Entente -Mission nach Ungarn unter der
Führung von General Smuts um die Lage detaillierter
kennen zu lernen. Während am 4. und 5. April 1919 mit Smuts
erfolglose Verhandlungen liefen, organisierte Franchet
dEsperey, Oberbefehlshaber der östlichen Entente
Armee, den gemeinsamen französisch-rumänisch-serbische Angriff gegen die
ungarische Räterepublik. Daraufhin wurden die Maßnamen zur Stärkung der Roten
Armee verschärft. In den weiteren Monaten liefen Kämpfe mit unterschiedlichen
Kräfteverhältnissen. Am 16. April startete die rumänische am 28. die tschechoslowakische Armee den Angriff. Sie trafen
zwischen Csap und Munkács
aufeinander. Die Rote Armee startete einen Gegenangriff, die eroberten Gebiete
aber gaben sie wegen der falschen Entente Versprechungen auf. Am 30.Juli
überquerte die rumänische Armee die Theiß. Infolge der Ereignisse trat die
Regierung am 1. August zurück. |